Weldam

Weldam

Die Geschichte

Der Besitz Weldam wird das erste Mal um 1380 erwähnt. Wolter van Weldamme wurde damals belehnt mit "Weldam, gelegen im Kirchspiel von Gore."
Neun Jahre später, am St Jakobstag 1389, beginnt die schriftlich aufgeführte Geschichte von Weldam in einer Urkunde, die sich noch im Hausarchiv von Weldam befindet.

Darin gibt Wolter von Weldamme das Haus Weldam als Unterpfand für die Schulden seines Schwiegersohnes Willem Splinter, der verheiratet war mit Griete van Weldamme. Anscheinend konnte Wolter von Weldamme die Schulden nicht zurückzahlen, dessen Sohn und Enkelsohne erhielten das Gut als Lehn. Der Sohn des Letzteren, Wolter, Verkaufte 1415 Weldam an Johan von Sticke, ab 1415 kam Weldam, immer durch Vererbung, an die nachfolgenden Besitzer, 1506 heiratete Jutte von Sticke, die Enkeltochter von Johan von Sticke, als Erbin, Johan (III) von Twickelo, dem der Besitz Twickel bei Delden gehörte. Seit der Zeit ist die Geschichte von Weldam mit Twickel verflochten.
Nachdem Judith, die Tochter von Johan und Jutte, Weldam erbt und Unico Ripperda heiratet, gehen Weldam und Twickel vorübergehend getrennte Wege. Unter den Ripperdas steigt der Einfluss von Weldam. Während Anfang des 80 jährigen Krieges wurde das jetzt noch bestehende rechteckige hintere Teil des Hauses gebaut, umschlossen durch die Gräfte.
Von dem Gebäude, welches sich vorher dort befunden haben muss, ist wenig bekannt.

In der Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Vorderfront im Renaissance Stil aus bentheimer Sandstein mit Ornamenten errichtet. Ende des 17. Jahrhundert wurden die zwei Seitenflügel, die Seitengebäude und der Vorhof mit monumentalem Eingang errichtet. Zu der Zeit entstand die äußere Gräfte, die wahrscheinlich einen Renaissance Garten umschloss.
Durch Vererbung wurde 1751 Weldam und Twickel wieder ein Besitz, in Händen der Grafen van Wassenaer. Als 1877 Baronesse Maria Cornelia van Heeckeren van Wassenaae den Grafen von Aldenburg-Bentinck und Waldeck-Limpurg heiratet, bringt sie ihren Erbteil Weldam und Obdam in die Ehe. Das Haus Weldam, welches lange leer gestanden hatte, beziehungsweise ab und zu vermietet worden war, wurde 1879 umgebaut und renoviert um es für das junge Paar wohnlich zu machen. Der Garten wurde völlig neu gestaltet und an der Rückseite des Schlosses wurden zwei Türme angebaut. 
Die jüngste Tochter Isabelle erbte schließlich Weldam. Sie hatte 1914 den Grafen zu Solms-Sonnenwalde geheiratet, deren Sohn Alfred Graf zu Solms-Sonnenwalde der gegenwärtige Besitzer von Weldam ist.  Für ihn und seine Ehefrau, Dr. Gräfin Christine ist es eine der wichtigsten Aufgaben das Landgut in perfekten Zustand der nächsten Generation zu übertragen. Das Ehepaar hat drei noch junge Töchter.

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